Diabetes mellitus Typ 2 (umgangssprachlich auch oft als Zuckerkrankheit bezeichnet) ist eine komplexe Stoffwechselerkrankung, die oft im Zusammenhang mit dem metabolischen Syndrom auftritt. Diese Erkrankung stellt eine wachsende Herausforderung für das Gesundheitssystem dar, nicht nur wegen der steigenden Prävalenz, sondern auch aufgrund der erheblichen Folgekosten, insbesondere für die Behandlung von Gefäßerkrankungen1. Glücklicherweise gibt es effektive Möglichkeiten, die Krankheit zu managen und ihre Auswirkungen zu mildern. Zwei besonders wirksame Ansätze sind neben der Ernährung der Ausdauersport und das funktionelles Training.

Positive Auswirkungen von Ausdauersport bei Diabetes Typ II

Ausdauersport kann einen signifikanten Einfluss auf den Verlauf von Diabetes mellitus Typ 2 haben:

  • Verbesserung der Insulinsensitivität: Regelmäßige aerobe Aktivität erhöht die Empfindlichkeit der Zellen gegenüber Insulin, was zu einer effizienteren Glukoseaufnahme führt.
  • Gewichtskontrolle: Ausdauertraining unterstützt die Gewichtsabnahme und -kontrolle, was entscheidend für die Behandlung von Typ-2-Diabetes ist.2
  • Reduzierung von Komplikationen: Durch die Verbesserung der Blutzuckerkontrolle kann Ausdauersport das Risiko von diabetesbedingten Komplikationen wie Neuropathie und Retinopathie verringern.3

Vorteile des funktionellen Trainings bei Diabetes Typ II

Funktionelles Training ergänzt Ausdauersport hervorragend und bietet zusätzliche Vorteile:

  • Steigerung der Muskelmasse: Mehr Muskelmasse erhöht den Grundumsatz und trägt zur besseren Blutzuckerregulation bei.3
  • Verbesserung der Glukoseaufnahme: Funktionelles Training aktiviert große Muskelgruppen und fördert die Glukoseaufnahme in die Muskelzellen, auch unabhängig von Insulin.
  • Reduzierung des viszeralen Fetts: Funktionelles Training kann helfen, viszerales Fett zu reduzieren, das mit Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes in Verbindung gebracht wird.4

Empfehlungen für Betroffene

Für Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 oder metabolischem Syndrom ist eine Kombination aus Ausdauersport und funktionellem Training empfehlenswert:

  1. Streben Sie mindestens 150 Minuten moderate bis intensive aerobe Aktivität pro Woche an, verteilt auf mindestens drei Tage.
  2. Integriere 2-3 Einheiten funktionelles Training pro Woche, mit Übungen, die große Muskelgruppen beanspruchen.
  3. Beginne langsam und steigere die Intensität allmählich. Konsultiere vor Beginn eines neuen Trainingsprogramms Ihren Arzt.
  4. Achte auf eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Blutzuckerkontrollen.

Es ist wichtig zu beachten, dass Diabetes mellitus Typ 2 eine komplexe Erkrankung ist, die über erhöhte Blutzuckerwerte hinausgeht. Sie wird als mitochondriale Zytopathie betrachtet, die mit verschiedenen Komorbiditäten wie Adipositas, Hypertonie, Fettleber und erhöhtem Krebsrisiko einhergeht3. Daher ist ein ganzheitlicher Ansatz in der Behandlung, der Bewegung, Ernährung und medizinische Betreuung umfasst, von entscheidender Bedeutung.

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  1. Metabolisches Syndrom – Diabetes mellitus Möglichkeiten der Prävention: Was ist sinnvoll und was können wir tun?
    Quelle: https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/pdf/10.1055/s-0032-1301745.pdf ↩︎
  2. Diabetes mellitus und metabolisches Syndrom bei Erwachsenen – Prävalenz, Bedeutung und Implikationen für die Prävention und Gesundheitsförderung.
    Quelle: https://link.springer.com/referenceworkentry/10.1007/978-3-662-55793-8_54-1 ↩︎
  3. Diabetes mellitus Typ 2 und metabolisches Syndrom – eine mitochondriale Zytopathie.
    Quelle: https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0031-1280239 ↩︎
  4. Verdauungskrankheiten, Jahrgang 21 – März / April 2003 (69 – 73).
    Quelle: https://www.dustri.com/article_response_page.html?artId=3033&doi=10.5414/VDP21069&L=1 ↩︎

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